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Die Passionsspiele
2000 sind nun schon einige Zeit zurück und doch
haben sie sich tief ins Bewusstsein der Evangelischen
Gemeinde gegraben. Sie waren wieder ein Markstein in
der Geschichte der Gemeinde.
Hundertausende Besucher aus der gesamten
evangelischen Welt besuchten die Spiele. Steinwurfweit
vom Theater entfernt fanden sie ein kleines evangelisches
Kirchlein vor, dessen Türen von morgens bis abends
offenstanden.
Ebenso geöffnet waren auch der
Gemeindesaal und der Pfarrgarten ...und auch die Lokalitäten
für die elementarsten Bedürfnisse.
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Die Evangelische Gemeinde Oberammergau
mit ihren aktiven Gemeindegliedern bot im Zusammenwirken
mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern,
die eine große Zahl Orgelspieler und Geistliche
nach Oberammergau entsandte, ein umfassendes Betreuungsangebot
für die vielen Gäste an.
Es reichte von Orgelmeditationen in
der Mittagspause, Kaffee und Tee im Gemeindesaal bis
zu diversen Andachten und Gottesdiensten in der Kreuzkirche
in allen Weltsprachen.
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Eine internationale Gemeinde vom Polarkreis
bis Australien von Südafrika bis zu den Vereinigten
Staaten war jeden Tag versammelt.
Auch die Mitarbeiter und Geistlichen
der anglikanischen Kirche, die zur Betreuung der vielen
Besucher aus Großbritannien in Oberammergau waren,
fanden in unseren Räumlichkeiten ihre Heimat.
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Es war erhebend und eindrucksvoll, wenn
am Morgen vor dem Spiel sich Gruppen aus der ganzen
Welt mit einem "Lobet
den Herrn ..." oder einem "Jesus
Christ is risen today..." in
unserer Kreuzkirche auf das Spiel... und manche auf
den Höhepunkt ihres geistlichen Lebens einstimmten.
Begonnen haben die Vorbereitungen mit
einem katholisch-evangelischen Gottesdienst vor fast
5000 Besuchern im Passionspielhaus, in welchem die gesamte
Gemeinde feierlich das Gelübde zum Spiel ablegte
...wie die Vorfahren seit 1633
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Kirchlicher
Beginn der Spiele war ein ökumenischer Gottesdienst
mit Kardinal Wetter, Landesbischof Friedrich und einem
Vertreter der anglikanischen Kirche vor fast 4000 Besuchern
im Passionsspielhaus am Vorabend des ersten Spieltages.
Einen Gottesdienst in dieser Form gab es im Jahr 2000
zum ersten Mal.
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Evangelische Christen in Oberammmergau
wirkten
ihrem Anteil an der Bevölkerung von 20 Prozent
enstsprechend im Orchester, Chor, im Volk bei den
lebenden Bildern etc. überall gleichberechtigt
mit.
Super war es für die Kinder.
Ungeachtet der Konfession gingen sie
klassenweise zum "Einzug in Jerusalem" und
sangen das " Heil Dir..." mit den Großen
mit. Klar, dass " Schule" an so einem Vormittag
Nebensache war.
Eine unwirklich-mystische Stimmung legte
sich jeden Tag über das ganze Dorf, wenn dreimaliger
Fanfarenstoß Besucher und Mitwirkende zum
Spiel rief.
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