Geschichte
& Gegenwart:
Der Ursprung des Passionsspiels
geht auf ein Gelübde aus dem Jahr 1633 zurück,
welches von den Oberammergauern abgelegt wurde,
um die damals grassierende Pest abzuwenden. Seit
1634 finden in Oberammergau alle 10 Jahre die weltweit
bedeutendsten Passionsspiele statt.
Die seit über 370 Jahren fast lückenlos
gepflegte und gelebte Tradition, alle zehn Jahre
das Spiel vom Leiden, Sterben und der Auferstehung
Christi auf die Bühne zu bringen wird 2010
zum 41. Mal fortgesetzt und gilt als wichtigstes
religiöses und kulturelles Ereignis in Deutschland.
Das Dorf am Rande der bayerischen Alpen erwartet
zu den Passionsspielen rund 500.000 Besucher, über
die Hälfte davon werden internationale Gäste
sein. Der Probenbeginn ist im November 2009. Die
Premiere ist am 15. Mai 2010, es folgen 105 Spieltermine
bis zum 3. Oktober 2010. Über 2.500 Einheimische,
darunter 450 Kinder haben sich zum Spiel gemeldet,
so viele wie noch nie zuvor.
Vorbereitung:
Die Besetzung der Passionsspiele 2010 beschloss
der Oberammergauer Gemeinderat gemeinsam mit der
Spielleitung in der Nacht des 17. April 2009 unter
Ausschluss der Öffentlichkeit. Am 18. April
2009 wurde das Passionsgelübde von 1633 mit
einem ökumenischen Gottesdienst erneuert
und anschließend wurden vor dem rund 4.700
Personen fassenden Passionstheater die Besetzung
der Darsteller feierlich bekannt gegeben.
Die Darsteller:
Alle Darsteller des weltweit größten
Laienspiels stammen aus dem Dorf, da ein spezielles
Spielrecht gilt. Alle Beteiligten, ob Darsteller
der großen Sprechrollen wie Jesus, Maria
oder Judas sowie Chorsänger, Mitglieder des
Orchesters wie auch Feuerwehrmänner und Platzanweiser
müssen in Oberammergau geboren sein oder
dort seit mindestens 20 Jahren leben.
Bereits zum dritten Mal inszeniert der Oberammergauer
Regisseur und Intendant des Münchner Volkstheaters,
Christian Stückl in einer großartigen
Gemeinschaftsleistung die Passionsspiele 2010.
Christian Stückl inszenierte bereits den
"Jedermann" bei den Salzburger Festspielen
und zuletzt "Palestrina" an der Bayerischen
Staatsoper in München.
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